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Pressemitteilungen
15. Januar 20112011 soll ein Jahr der "guten Arbeit" werden
10. Februar 2011Moosach ist bunt
28. Februar 2011Schee wars
10. Mai 2011Haltung zeigen
25. Juli 2011München - eine Stadt für alle!
13. September 2011
Energiewende! Eine große Herausforderung, die uns alle betrifft
13. Dezember 2011
SPD Moosach spendet 550 € für die Mittagsbetreuung an  der Grundschule Gerastr. 
12. Januar 2012
Könnnen wir uns Nullwachstum leisten?
15. Januar 20112011 soll ein Jahr der "guten Arbeit" werden

Im voll besetzten Saal des "Alten Wirt" stellte der Münchner DGB-Vorsitzende Christoph Frey in der öffentlichen Monatsversammlung der Moosacher SPD am 11. Januar die neue Studie über "gute Arbeit" vor. Natürlich gehört dazu auch die Steigerung der Einkommen in den nächsten Tarifverhandlungen, da die reale Kaufkraft der Löhne in den letzten 10 Jahren gesunken ist. Ebenfalls wichtig ist die Zufriedenheit am Arbeitsplatz, zu der eindeutig auch ein aktiver Betriebsrat beiträgt, der die Interessen der Arbeitnehmer wirkungsvoll vertritt. Das ist auch im langfristigen Interesse der Unternehmer, denn mit höherer Arbeitsplatzzufriedenheit sinkt die Bereitschaft zum Wechsel, und mit einer motivierten Stammbelegschaft kann der Betrieb dem für die nahe Zukunft vorhergesagten Fachkräftemangel am besten vorbeugen.

"Aber auf ein großes Problem muss ich hinweisen", mahnte Frey: "Die Zunahme atypischer Beschäftigung, also Leiharbeit, Teilzeitarbeit oder gar Zweitminijob führt zu Niedriglöhnen und zukünftiger Rentnerarmut!" Eine "schreiende Ungerechtigkeit" nannte es Frey, dass Leiharbeiter am gleichen Arbeitsplatz meist ein Drittel weniger für die gleiche Arbeit verdienen als Festangestellte. Der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" müsse gesetzlich oder zumindest tarifvertraglich verankert werden. Und ein Moosacher Bürger wies in der anschließenden regen Diskussion auf einen wichtigen Zusammenhang hin: "Wo soll ein verantwortungsbewusster junger Mensch mit einem schlecht bezahlten und unsicheren Leiharbeitsverhältnis den Mut hernehmen, eine Familie zu gründen?", so der Bürger.
10. Februar 2011Moosach ist bunt
Diskussionsabend am 08. 02. 2011 zum Thema Integration

Valentina möchte ihre albanische Staatsbürgerschaft behalten, Paula hatte nie Probleme in Deutschland, Rajinder hat viele deutsche Freunde, Karim findet es braucht beide Seiten für die Integration und Bülent schätzt die Gerechtigkeit und Einigkeit in diesem Land – das alles sind Erfahrungen und Einschätzungen von Migranten in Moosach, über die sie in den Kurzinterviews zu Beginn der Veranstaltung berichteten . So vielfältig ihre Lebensrealitäten sind, so bunt ist auch das Thema Integration.
Unter dem Motto „Moosach ist BUNT, macht mit: mit Integration vor der Haustür bunter!“ hatten die Mitglieder der Projektgruppe Integration des Moosacher SPD-Ortsvereins zusammen mit ihrer Vorsitzenden Julia Schönfeld zahlreiche Gäste zum „Treffpunkt Politik“ in den Alten Wirt eingeladen hatten. Gemeinsam mit Ahmad Al-Kahlifa (Imam der Moschee in Freimann) diskutierten Costas Gianacacos (SPD-Stadtrat) sowie Manfred Bosl (Leiter der Initiativgruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung) unter der Moderation von Jürgen Salzhuber (Geschäftsführer der AWO München) über die Fragen von Integration. Umrahmt wurde die Diskussionsrunde von einem selbst gedrehten Kurzfilm, Referaten und interaktiven Schaubildern, welche die Mitglieder der Projektgruppe passend zum Thema vorbereitet hatten.
 

Integration hat viele Facetten - Leitkultur Ade!
Integration findet nicht nur zwischen Migranten und der Mehrheitsgesellschaft statt, sondern auch unter den Migranten selbst. Der Imam der Freimanner Moschee Ahmad Al-Kahlifa beschrieb die Situation in seiner Gemeinde, wo Muslime aus 26 Nationalitäten und weiteren 40 Subkulturen unter einen Hut gebracht werden müssten. So groß wie die Vielfalt der Lebensrealitäten innerhalb dieser Gemeinde ist, so vielfältig sind auch die Lebensrealitäten der deutschen Gesellschaft. „Es gibt keine homogene Hauptkultur, sondern nur ein innerdeutsches Sammelsurium -  viele differenzierte, überlappende gesellschaftliche Subkulturen und Teilbereiche deren Mitglied man ist. Da gibt es den veganen Bauern und den atheistischen Franken“, bemerkte der ebenfalls anwesende Fraktionsvorsitzende der Münchner SPD Alexander Reissl. Integration braucht Regeln und fördernde Voraussetzungen, aber auf Basis des Grundgesetzes sowie der Aufklärung und nicht einer Leitkultur. Auch Ahmad Al-Kahlifa vertrat die Meinung, dass Migranten Orientierungshilfen brauchen und auf das Entgegenkommen der Einheimischen angewiesen sind.

Integration als soziales Problem braucht politische Unterstützung
Alle waren sich einig, dass Integration wenn sie ein Problem darstellt, sozialer und nicht ethnischer Natur ist. Manfred Bosl, der Leiter der Initiativgruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung sieht momentan die Chancengleichheit von Migranten nicht gewährleistet. Fehlende Bildung durch ein  ausschließendes Schulsystem und der beschränkte Zugang zum Arbeitsmarkt führen viele Migranten in die Armut. Hier braucht es weiterhin politische und soziale Unterstützung. In München übernimmt die SPD seit 30 Jahren die Verantwortung für eine funktionierende Integration – ob mit der Einrichtung von Sprachlernklassen, dem Kampf für das kommunale Wahlrecht für Migranten oder durch die Einrichtung von durchmischten Wohnquartiere. „Die Integration in München ist seit jeher eine Herzensangelegenheiten der SPD“, bezeichnete der Stadtrat Costas Gianacacos die Situation. Auf Bayern- und Bundesebene hat sich die SPD ebenfalls ehrgeizige Ziele gesteckt, um Migranten in Deutschland eine Chance zu bieten. Gerade hat auch die Bundesregierung das Thema Fachkräftemangel entdeckt. „Endlich gibt es die Chance auf Anerkennung von Qualifikationen ausländischer Mitarbeiter – ein weiterer Schritt aus der Armutsfalle“, betonte Manfred Bosl. Doch nicht nur die Parteien, auch die Träger von sozialen Einrichtungen und Schulen üben sich tagtäglich in interkultureller Arbeit.
 

Integration als dynamischer Prozess
Eines kristallisierte sich an diesem Abend besonders heraus. Wie und wo nun Integration betrieben wird – ob in Schulen und Kindergärten, Vereinen und Initiativen, Moscheen, Sprach- und Integrationskursen, im Ausländerbeirat oder einfach nur über Bekanntschaften – Integration ist in erster Linie Kommunikation und Teilhabe an der Gesellschaft. „Integration ist ein dynamischer Prozess. Einfach der Kontakt miteinander. Da gibt es keinen festen Anfangs- und Endpunkt“, machte Costas Gianacacos deutlich. Vielleicht ist die Debatte auch manchmal zu verkopft. „Integration geht auch ohne große Programme. Man muss einfach mal was zusammen machen“, erklärte Ahmad Al-Kahlifa abschließend und lud den Moosacher Orstverein auf einen gemeinsamen Tee in seine Moschee ein.
Stephanie Salzhuber
28. Februar 2011Schee wars

Schee war´s!
Bei strahlendem Wetter kamen am vergangenen Samstag etwa 350 Moosacher Jecken zum St.-Martins-Platz, um gemeinsam mit der örtlichen SPD und dem Moosacher Faschingsclub den beliebten Moosacher Straßenfasching zu feiern.
Vier prachtvolle Auftritte von Garden und Tanzgruppen gab es zu bestaunen. Und wie immer hatte die Schminktruppe des MFC für jeden die richtige Farbe. Das Kinderprogramm entzückte die Kleinen, und heiße Rhythmen brachten den Platz zum Brodeln.
Ein besonderes Schmankerl hatten sich einige Damen rund um die Landtagsabgeordnete Diana Stachowitz einfallen lassen. Sie waren als Cheerleaderinnen im Olympia-2018-Outfit angetreten. Sie zeigten so mit ihrem Schlachtruf "Go Munich, go" und einer kleinen Choreographie ihre Begeisterung für die Bewerbung der Stadt München.
Der Präsident des Moosacher Faschingsclubs, Bernhard Vilgertshofer, die BA Vorsitzende Johanna Salzhuber und Diana Stachowitz bildeten die Jury, um das jeweils schönste Kostüm bei den Erwachsenen und den Kindern auszuwählen. Die Gewinner bekamen Eintrittskarten für den Kehraus und den Kinderball, einen Eintritt in den Tierpark und ein bisserl was zu trinken als Lohn für ihren Einfallsreichtum.

Und so war es, wie es immer ist, wenn "Moosach Narrisch" zu Ende ist – alle Gäste und fleißigen Helfer freuen sich schon auf das nächste Jahr!

Julia Schönfeld-Knor

und die Bilder gibt es hier

10. Mai 2011Haltung zeigen
Haltung zeigen
Alexander Reissl, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Münchner Stadtrat und parteiinterner Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl 2014 ist derzeit wie die beiden anderen Bewerber durch Münchens 44 SPD-Ortsvereine unterwegs, um sich vorzustellen. Auch seinen eigenen, den Ortsverein Moosach, ließ er hierbei nicht aus.
Zum Thema "Für München. Zukunftsfähige Politik gestalten" übernahm er bei der Ortsvereinsversammlung am Dienstag die Referentenrolle.
Nach einem kurzen Rückblick auf die erfolgreiche sozialdemokratische Rathauspolitik der vergangenen Jahre wandte sich der Kommunalpolitiker Reissl der Zukunft zu, um Chancen und Herausforderungen für München als wachsende Stadt aufzuzeigen und seine persönlichen Schwerpunkte darzustellen.
"Kommunalpolitik erfordert oft Pragmatismus“, so der Fraktionsvorsitzende. "Dennoch ist es auch hier möglich, ein klares politisches Profil zu entwickeln.“
So rückte er vor allem den kommunalen Wohnungsbau, den öffentlichen Nahverkehr, Bildung und Tagesbetreuung als essentielle Zukunftsthemen in den Vordergrund. Diese sind seit jeher Markenzeichen der sozialdemokratischen Rathauspolitik. in München.
Um hierbei politische Spielräume zu erhalten, müsse die derzeitige Haushaltspolitik mit einem Verzicht auf Privatisierung kommunalen Vermögens fortgesetzt werden.
Für ihn sei es unverzichtbar, zu jedem Thema eine klare Haltung einzunehmen und nicht aus taktischen Gründen von dieser abzurücken.
"Nur so lässt sich verantwortungsvolle Politik gestalten“, sagte Alexander Reissl
25. Juli 2011München - eine Stadt für alle!

München – eine Stadt für alle!    Sozialreferentin Brigitte Meier beim “Treffpunkt Politik“ der SPD-Moosach

Im vollbesetzten Saal des “Alten Wirts“ stellt die Frau unter den drei innerparteilichen OB-Kandidaten lebhaft und sachkundig dar, wie sie das Ziel der SPD-Oberbürgermeister Wimmer, Vogel, Kronawitter, Ude: “München ist eine Stadt für alle“ weiterfolgen will.
“Soziale Sicherheit, Arbeitsplätze, Wohnen, hohe Lebensqualität für alle gehört zu den Schwerpunkten sozialdemokratischer Politik, das gilt auch für mich“, betont die ehemalige Stadträtin.
Wichtig ist ihr die Teilhabe aller am sozialen Leben der Stadt, Arbeitsplätze müssen erhalten werden aber auch immer neu geschaffen werden, ebenso wie Wohnraum und Grünflächen. Der “Münchner Mix“ gilt nicht nur für den Gewerbestandort sondern auch für das Zusammenleben und Wohnen der Menschen in München. Keinen Zweifel lässt sie daran, das München Wachstum braucht. Aber nicht nur der Wirtschaftsstandort soll wachsen sondern mit ihm der Wohnungsmarkt, der Wissenschafts- und Bildungssektor.
"Wir müssen auf den starken Zuzug nach München ebenso wie auf das Älterwerden der Menschen und die sich wandelnden Bedürfnisse der Familien antworten. Bei allem Wachstum darf die Gesellschaft nicht auseinanderdriften“, unterstreicht Brigitte Meier. “Wir brauchen kein MultiKultiTrallala sondern gezielte Programme, eine an Lebenslagen orientierte Politik“.

Ganz konkret heißt das zum Beispiel. der soziale Wohnungsbau darf nicht geballt an wenigen Standorten stattfinden; München muss sich als Region aufstellen, auch im Umland muss es Sozialwohnungen geben; gute Versorgung im Alter in der eigenen Häuslichkeit muss gesichert werden; den Ganztag in Krippe, Kindergarten und Schule werden wir brauchen. Bei den Verhandlungen über Firmenstandorte ist es unerlässlich, dass auch Betriebskindergärten Thema sind.
Ist weiteres Wachstum wirklich notwendig oder schafft es vielmehr die Probleme einer Großstadt, war Hauptthema der Diskussion.
“Ja“, sagt Brigitte Meier, “die Kunst ist, Wachstum behutsam weiterzuentwickeln. Wir sind uns gut genug, ist eine fatale Strategie und sie betont noch einmal ihr Credo mit einem Zitat aus einer Rede von Altoberbürgermeister Hans-Jochen Vogel nach seinem Amtsantritt: “München soll eine Stadt sein, in der die Menschen erfüllter, glücklicher und menschlicher sind als anderswo“.

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13. September 2011
Energiewende! Eine große Herausforderung, die uns alle betrifft

SPD-Ortsverein lud Interessierte zur September-Veranstaltung

Moosach · Die September-Versammlung des SPD-Ortsvereins Moosach stand unter dem Titel »Energiewende! Eine große Herausforderung, die uns alle betrifft.« Gleich drei Referenten brachten das breitgefächerte Thema den interessierten Besuchern näher. Zum Auftakt gab der Leiter der Energieberatung der Stadtwerke München (SWM), den Anwesenden Tipps zum Energiesparen im Alltag.

Sein Vortrag enthielt so manche energetische Überraschung: In Zeiten der Informationsgesellschaft verbraucht der Durchschnittshaushalt für den Betrieb von PC und dessen Umgebungsgeräten in etwa so viel Energie, wie für das Kühlen und Gefrieren von Lebensmitteln. Gerade die Elektrogroßgeräte im Haushalt haben enormes Sparpotential. Bei Waschmaschinen lassen sich – je nach Gerätetyp – beim »Herunterschalten« von 90 auf 60 Grad bis zu 98 Prozent des nötigen Energieverbrauchs vermeiden. Die Besucher nutzten die Möglichkeit, allerlei Fragen zur »Energiewende« im Alltag beantwortet zu bekommen. Einen etwas größeren Maßstab legten die beiden anderen Sprecher an. Die Sichtweise eines modernen und dennoch kommunal gebliebenen Energieversorgers stellte Florian Post dar. Er ist Mitarbeiter im Stab der Geschäftsführung der SWM. Nikolaus Gradl, für die SPD im Münchner Stadtrat, lieferte Details zur energiepolitischen Ausrichtung der Rathausmehrheit, die sich eben auch im Geschäftsgebaren der SWM niederschlägt.

Die Stromproduktion, so Post, finde mittlerweile im europäischen Kontext statt. Er illustrierte das an einem Bild: Aus dem kontinentalen »Stromsee« verbrauchen die Kunden der SWM eine bestimmte Menge Strom. Diesen Abfluss führen die SWM diesem »See« wieder zu. Das könne nicht allein durch die örtlichen E-Werke geschehen. Vielmehr, stellte Post klar, sei es Strategie der SWM gerade Strom aus regenerativen Energiequellen dort zu erzeugen, wo dies am effizientesten möglich ist: Windenergie an den Küsten und auf hoher See, Sonnenenergie im Süden. Genau deshalb hätten die SWM mannigfache Beteiligungen an entsprechenden Einrichtungen in ganz Europa erworben. Als Teil eines europaweiten Umbauprozesses wollen die SWM den Anteil an regenerativ erzeugtem Strom kontinuierlich ausbauen. Stadtrat Gradl betonte, dass die Unternehmensstrategie der SWM durch die Rathaus-SPD unterstützt werde und ausdrücklich gewollt sei.

Nach Auffassung Gradls habe die Bundesregierung in der Energiefrage eine doppelte Rolle rückwärts vollzogen, deren Dreh- und Angelpunkt die tragische Katastrophe im japanischen Fukushima gewesen sei. Bis zu diesem tragischen Unglück betrieb die aktuelle Koalition die Rücknahme der richtungsweisenden Beschlüsse ihrer SPD-geführten Vorgängerregierung in Berlin. Die Laufzeiten der deutschen Meiler wurden zunächst verlängert. Erst nach Fukushima, hätte man sich auf die alten Ansätze besonnen. Auch vor Ort will der SPD-geführte Stadtrat in München Beiträge zur Energieeinsparung erbringen. Bis 2030 soll der CO 2 Ausstoß um 40 Prozent gesenkt werden. Das Nachrüsten der häuslichen Wärmedämmung könne künftig seitens der Stadt gefördert werden, der öffentliche Personennahverkehr, die Elektromobilität und das umweltfreundliche, Fernwärmenetz weiter ausgebaut werden.

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13. Dezember 2011
SPD Moosach spendet für die Muttagsbetreuung Gerastraße

Wer einen Hort- Tagesheim- oder Mittagsbetreuungsplatz für sein Kind hat, kann erst mal durchschnaufen – denn nur dann können Mama und Papa in Ruhe arbeiten gehen. Da jedoch die Mittagsbetreuungen über Elternvereine betreut werden, gibt es für den Nachwuchs in den Ferien kein Programm und so kommt es immer wieder zu Engpässen. Die Mittagsbetreuung an der Grundschule Gerastraße hat dieses Problem erkannt und plant ein Ferienprogramm. Da jedoch die Teilnahme nicht kostenlos ist, gibt es einige Eltern, die sich das für ihre Kinder nicht leisten können. Damit aber diese Initiative wirklich auch alle Kinder erreicht, hat die Moosacher SPD auf Ihrer Weihnachtsfeier 550 Euro gesammelt.

Der Nikolaus kam mit seinen Engerln zum Sammeln vorbei und überreichte die eingegangenen Spenden Frau Volkert (Vorstand Mittagsbetreuung) und Beate Klein (Mitarbeiterin). Wie immer in der Weihnachtssitzung gab es auch noch viele langjährige Mitglieder zu ehren. Unter anderem bekam Jürgen Salzhuber, Geschäftsführer der AWO M-Group von der ehemaligen Bürgermeisterin Gertraud Burkhart eine Urkunde für 40 Jahre Parteizugehörigkeit überreicht. Mit viel Musik und Plätzchen feierten die Mitglieder der Moosacher SPD den Jahresabschluss.

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10. Januar 2012
Könnnen wir uns Nullwachstum leisten?

Zu dieser Fragestellung fand die Monatsversammlung des Moosacher SPD-Ortsvereins im Januar statt.

Die Urbanisierung ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Immer mehr Menschen leben in Städten – auch in Bayern, gerade mit den Metropolregionen München und Nürnberg. Städte sind heute weltweit die Motoren und Zentren der Wirtschaft. Sie sind besonders betroffen von den grundsätzlichen Veränderungen auf diesem Gebiet. Alle Prognosen sagen, dass die Bevölkerung nicht zuletzt in der Region München zunehmen, die Wirtschaftskraft weiter wachsen wird. Dagegen machen nun vor allem Grüne und Naturschutzverbände mobil. Sie meinen, München brauche kein Wachstum mehr.

Mit diesem immer bedeutungsvolleren Thema setzten sich die Moosacher Sozialdemokraten auseinander. Als Referent war Jürgen Bühl geladen, der durch seine vielfältigen Tätigkeiten im Hintergrund der Münchner Tagespolitik zu einem ausgewiesenen Kenner des Themas geworden ist. Ab 2003 war er drei Jahre lang als Pressesprecher und Wirtschaftsreferent der SPD-Rathaus-Fraktion tätig, von 2006 bis 2008 arbeitete er im Stab des Oberbürgermeisters, ehe er im Dezember 2008 zur Bewerbungsgesellschaft „München 2018“ wechselte und dort im Juli 2010 Geschäftsführer wurde.

Angesichts der heftigen Widerstände gegen beispielsweise infrastrukturelle Großprojekte wie „Stuttgart 21“ oder die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen machte Bühl eine verbreitete Stimmung aus, die sich wohl am besten mit dem Satz „Alles soll so bleiben, wie es ist.“ beschreiben lasse. Mit Blick auf die ähnliches Unbehagen auslösenden Perversionen des postmodernen Kasino-Kapitalismus sei solch pauschale Ablehnung nicht unerwartet.

Gleichwohl betonte Bühl, worauf das Wohlstandsversprechen jedenfalls der großen Volksparteien fußt. Wenn hier auch Uneinigkeit über Verteilungsfragen bestehe, ist wirtschaftliches Wachstum doch der Kern der Ansätze. Hier machte er klar, dass der Fortschrittbegriff der SPD gerade darin bestehe, mehr Lebensqualität für alle und nicht nur wenige zu ermöglichen. Dafür bedürfe es jedoch der Masse, die es dann zu verteilen gilt. Mit Stagnation, fehlendem Mut zum oder gar Furcht vor dem Wachstum sei dies nicht möglich. Die Beantwortung dieser Frage sei nach seiner Ansicht zu einem Unterscheidungsmerkmal der Parteien geworden, das wieder grundsätzliche Debatten erfordert.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Moosacher SPD-Mitglieder die These von der Unverzichtbarkeit des Wachstums für den Wohlstand aller prinzipiell unterstützen. Gleichwohl wird auf Differenzierung Wert gelegt. Wachstum in jedwede Richtung müsse nicht per se gut sein. Es müsse die Frage gestellt werden, wie nachhaltiges, qualitativ anspruchsvolles Wachstum gestaltet werden könne, das einerseits den ökonomischen Notwendigkeiten einer auf die Bedürfnisse der Menschen abstellenden Politik gerecht wird, aber zugleich den heutigen Rahmenbedingungen schrumpfender Ressourcen und zu recht abgelehnter Auswüchse Rechnung trägt.

Nicht nur die Moosacher Sozialdemokraten sondern die SPD im Allgemeinen müsse hier ihr Profil schärfen und gegenüber allen politischen Konkurrenten klare Positionen beziehen.

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